Pressemitteilung

Modernisieren und sparen

StrikoWestofen kombiniert „PneuCo“-System mit geflanschtem Steigrohr

44 „Westomat“-Dosieröfen betreibt die internationale Handtmann Unternehmensgruppe an ihrem Hauptsitz in Biberach, Deutschland. Einige Exemplare tun ihren Dienst bereits seit mehr als 20 Jahren, entsprechend umfangreich sind also die Praxiserfahrungen. Nicht zuletzt aus diesem Grund waren auch die kürzlich erfolgten Modernisierungsarbeiten an den Dosieröfen ein voller Erfolg: Konsequent wurde das bereits etablierte „PneuCo“-System durch den Hersteller StrikoWestofen auf die neueste Ausführung mit geflanschtem Steigrohr umgerüstet. Dieses und weitere Upgrades aus dem umfangreichen Modernisierungsportfolio der Norican-Marke brachten die angestrebten Optimierungen, unter anderem bei der Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität.

Technologieorientierung, Innovationskraft und Qualitätsbewusst-sein nennt die Handtmann Unternehmensgruppe (Biberach) auf ihrer Website als Schlüssel zum Erfolg. Alle drei Maximen setzten die Leichtmetallguss-Experten nun im Rahmen einer Anlagen-Modernisierung in die Praxis um: Über einen Zeitraum von 24 Monaten hat Industrieofenhersteller StrikoWestofen einen Großteil der insgesamt 44 Westomat-Dosieröfen mit umfangreichen Upgrades versehen. Insbesondere die Umstellung auf geflanschte Steigrohre mit pneumatischer Messung des Flüssigmetallspiegels, kurz „PneuCo“-System, sowie die Upgrades zur „ProDos 3“-Steuerung machen die Öfen bereit für kommende Aufgaben und heben sie auf den neusten Stand der Technik.

Kleines Feature mit großer Wirkung: das „PneuCo“-System

Um die Anlagenverfügbarkeit und Prozessstabilität zu optimieren und die Ausschussrate weiter zu reduzieren, wurden alle Westomat bei Handtmann auf geflanschte Steigrohre umgerüstet, welche replizierbare Bedingungen mit einem einfachen Handling kombinieren. Jedoch hatte das weltweit tätige Unternehmen eine klare Bedingung: Über viele Jahre wurden dort sehr gute Erfahrungen mit dem PneuCo-System gemacht. Daher war klar, dass auch beim Umstieg von klassisch betonierten auf geflanschte Steigrohre nicht darauf verzichtet werden sollte.

Das System „PneuCo“ ist eine alternative Methode zur Ermittlung des Flüssigmetallspiegels an der Auslaufkante des Steigrohres. Klassisch wird der Flüssigmetallspiegel im Steigrohr, auch als TOP-STOP-Messung bekannt, durch Elektroden ermittelt. Im Gegensatz dazu unterliegt das PneuCo-System keinem Verschleiß: Die Messung erfolgt durch Druckänderung an der Messstelle im Steigrohr bei Anstieg des Flüssigmetallspiegels. Die Pneumatikeinheit legt hierzu einen kleinen Luft-Volumenstrom an die Abtaststelle im Dosierrohr an. Sobald der steigende Flüssigmetallpegel im Dosierrohr den Luftaustritt verschließt, steigt der Druck im PneuCo-System sprunghaft. Dieser Anstieg wird von einem Druckschalter erfasst und als Dosierkontakt an die Dosiersteuerung weitergegeben. Der Schaltvorgang dieses Druckschalters entspricht dem Dosierkontakt der klassischen Elektrodenabtastung. Und die Leichtmetallgießereien profitieren somit gleich zweifach: keine Verschleißteile für den Dosierkontakt bei gleichzeitiger Reduzierung der Ausschussquote durch Ausschluss einer Störquelle. Aus diesem Grund hatte Handtmann angeregt, das PneuCo-System auch bei geflanschten Steigrohren zu etablieren. Dank der bereits seit über 20 Jahren vertrauensvollen und guten Zusammenarbeit nahm die Norican-Marke StrikoWestofen den Vorschlag ihres Kunden nicht nur ernst, sondern auch an. Die Variante werde nun im laufenden Betrieb getestet und bisher sei man ausgesprochen zufrieden, heißt es von Unternehmensseite.

Volle Kontrolle dank „ProDos 3“-Steuerung

Auch in Sachen Ofen-Steuerung tat sich was bei Handtmann: Mit dem Nachrüstkit von StrikoWestofen können ältere Varianten auf die „ProDos 3“-Steuerung aktualisiert werden. „Unsere ProDos 3 erhöht in Verbindung mit der integrierten Pressrestkorrektur nochmals die Dosiergenauigkeit des Westomat. Außerdem lassen sich Druckschwankungen kompensieren und die Reproduzierbarkeit bei der Einstellung verschiedener Korrekturfaktoren verbessern“, erklärt Holger Stephan, Leiter des Bereiches Service and Spare Parts bei StrikoWestofen. Ein weiteres Feature, der optional verfügbare Webserver, gestattet nun die Einbindung der ProDos 3 Steuerung in das lokale Firmennetzwerk. Auf diese Weise können relevante Informationen der Ofenanlage – wie zum Beispiel Ofenzustand und Leistungsdaten – kontinuierlich gespeichert und ganz bequem vom Schreibtisch aus analysiert werden.

Die Modernisierungs-Maßnahmen umfassten ebenso eine gemeinsame Erprobung der neuen feuerfesten Wechselteile im Westomat. Die deutliche Reduzierung der Stillstandzeit während der Feuerfestreparatur bei gleichem Qualitätsergebnis unterstützt die drei von Handtmann genannten Maximen, weshalb das Produkt zukünftig bei allen Dosierofen-Feuerfestneuzustellungen zum Einsatz kommen soll. Zu guter Letzt erhöht nun eine neue StrikoWestofen-Aufheizstation die Arbeitssicherheit im Umgang mit heißen keramischen Bauteilen, während ein spezieller Montagetisch die Arbeitsabläufe bei der Montage geflanschter Steigrohre mit PneuCo erleichtert. „Wir freuen uns über die gelungene Modernisierung und sind auch ein bisschen stolz, so flexibel und partnerschaftlich auf die individuellen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können, so Stephan.“

 

Über StrikoWestofen
Seit 2017 gehört StrikoWestofen zur Norican Group, einem weltweit führenden Anbieter von Technologien zur Formung und Weiterverarbeitung von Metallteilen. Die Gruppe vereint vier global agierende Marken: DISA, Italpresse Gauss, StrikoWestofen und Wheelabrator. Gemeinsam bieten sie ein breites Spektrum an technologischen Lösungen für den Grau- und Leichtmetallguss, von High-End-Ofen-Technologie bis hin zur Oberflächenbearbeitung. Norican Group bedient Kunden aus einer Vielzahl von Branchen, einschließlich der globalen Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Gießerei- und Aluminiumsektoren. Dies geschieht durch ein internationales Netzwerk von Ingenieur-Expertise, Fertigungskapazität und lokalem Service-Support.